Energieausweis Graz

Begriffe und Kennzahlen im Energieausweis



Angabe in Druckwerken, elektronischen Medien und Inseraten
Die Kennzahlen HWB und fGEE, die in Inseraten bekannt zu geben sind, findet man im Energieausweis am Beginn der Seite 3. Bei Ausweisen, die vor dem 1.12.2012 erstellt wurden ist nur der HWB (des Standortes) anzugeben (Seite 2). Neuer Text bitte auch einpflegen unter Angabe in Druckwerken, elektronischen Medien und Inseraten
Heizwärmebedarf HWB
Der HWB ist einer der wichtigsten Kennwerte, der auch in Inseratschaltungen verpflichtend anzugeben ist.

Dieser Wert enthält zwei Informationen
1.) gibt der HWB Auskunft über die thermische Qualität der Gebäudehülle
2.) beschreibt der HWB den zu erwartenden Energieverbrauch von Gebäuden.

Der HWB wird in zwei verschiedene Kennwerte aufgeschlüsselt:

Spezifischer Heizwärmebedarf HWB (Energiekennzahl):
Der Spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die thermische Qualität der Gebäudehülle. Diese Energiekennzahl wird in kWh/m².a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr) angegeben. Anhand des HWB-Wertes wird eine faire Vergleichsmöglichkeit der thermischen Qualität von Gebäuden ermöglicht.

Der Spezifische Heizwärmebedarf wird auf Basis eines vorgegebenen Vergleichswertes, dem so genannten Referenzklima bzw. Referenzstandort, ermittelt: berechnet wird, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Raumwärme benötigen würde, wenn es am Referenzstandort stehen würde.

Spezifischer Heizwärmebedarf HWB (standortbezogen):
Dieser HWB Wert beschreibt den zu erwartenden Energieverbrauch von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch ist auch vom Benutzungsverhalten (hoher oder geringer Energieverbrauch) abhängig und unterliegt daher Abweichungen.

Welche Werte kann der HWB annehmen und was bedeuten diese? Kleine Orientierungshilfe

Ein weiterer wichtiger Kennwert, der ebenfalls der Pflichtangabe in Verkaufs- oder Vermietungsinseraten unterliegt, ist der
Primärenergiebedarf PEB
Der Primärenergiebedarf schließt den gesamten Energiebedarf des Gebäudes mit ein. Dieser Wert erfasst auch die so genannten Vorketten, z.B. Transport und Förderung. Das bedeutet, der Primärenergiebedarf (PEB) berücksichtigt die Verluste von der Energieerzeugung bis zum Gebäude
Kohlendioxidemission CO2
Erfasst werden die Kohlendioxidemissionen, die dem gesamten Endenergiebedarf (EEB) zuzurechnen sind. Darin enthalten sind Transport und Erzeugung sowie alle Verluste.
Gesamtenergieeffizienz-Faktor fGEE
Der fGee-Wert stellt den Energieverbrauch inklusive der Heizungsanlage im Vergleich zur Neubau-Anforderung von 2007 dar. fGee Werte über 1 weisen auf einen höheren Energieverbrauch des Gebäudes hin. Werte unter 1 geben Aufschluss über einen niedrigeren Energieverbrauch.
Weiteres
HWB Ref: Der Referenz-Heizwärmebedarf ist jene Wärmemenge, die in den Räumen bereitgestellt werden muss, um diese auf einer normativ geforderten Raumtemperatur, ohne Berücksichtigung allfälliger Erträge aus Wärmerückgewinnung, zu halten.

WWWB: Der Warmwasserwärmebedarf ist in Abhängigkeit der Gebäudekategorie als flächenbezogener Defaultwert festgelegt.

HEB: Beim Heizenergiebedarf werden zusätzlich zum Heiz- und Warmwasserwärmebedarf die Verluste des gebäudetechnischen Systems berücksichtigt, dazu zählen insbesondere die Verluste der Wärmebereitstellung, der Wärmeverteitung, der Wärmespeicherung und der Wärmeabgabe sowie allfälliger Hilfsenergie.

HHSB: Der Haushaltsstrombedarf ist als flächenbezogener Defaultwert festgelegt. Er entspricht in etwa dem durchschnittlichen flächenbezogenen Stromverbrauch eines österreichischen Haushalts.

EEB: Der Endenergiebedarf umfasst zusätzlich zum Heizenergiebedarf den Haushaltsstrombedarf, abzüglich allfälliger Endenergieerträge und zuzüglich eines dafür notwendigen Hilfsenergiebedarfs. Der Endenergiebedarf entspricht jener Energiemenge, die eingekauft werden muss (Lieferenergiebedarf).

fGEE: Der Gesamtenergieeffizienz-Faktor ist der Quotient aus dem Endenergiebedarf und einem Referenz-Endenergiebedarf (Anforderung 2007).

PEB: Der Primärenergiebedarf ist der Endenergiebedarf einschließlich der Verluste in allen Vorketten. Der Primärenergiebedarf weist einen erneuerbaren (PEB ern.) und einen nicht erneuerbaren (PEB n.ern.) Anteil auf.

CO2: Gesamte dem Endenergiebedarf zuzurechnende Kohlendioxidemissionen, einschließlich jener für Vorketten.

KB: Der Kühlbedarf ist jene Wärmemenge, welche aus den Räumen abgeführt werden muss, um unter der Solltemperatur zu bleiben. Er errechnet sich aus den nicht nutzbaren inneren und solaren Gewinnen.

BefEB: Beim Befeuchtungsenergiebedarf wird der allfällige Energiebedarf zur Befeuchtung dargestellt.

KEB: Beim Kühlenergiebedarf werden zusätzlich zum Kühlbedarf die Verluste des Kühlsystems und der Kältebereitstellung berücksichtigt.

BelEB: der Beleuchtungsenergiebedarf ist als flächenbezogener Defaultwert festgelegt und entspricht dem Energiebedarf zur nutzungsgerechten Beleuchtung.

BSB: Der Betriebsstrombedarf ist als flächenbezogener Defaultwert festgelegt und entspricht der Hälfte der mittleren inneren Lasten.

Heiztechnikenergiebedarf- Raumheizung HTEB-RH
Jährliche Energiemenge, die bei der Wärmeerzeugung bzw. Wärmeverteilung für die Raumheizung verloren geht.

Heiztechnikenergiebedarf- Warmwasser HTEB-WW
Jährliche Energiemenge, die bei der Wärmeerzeugung bzw. Wärmeverteilung für das Warmwasser verloren geht.

Heiztechnikenergiebedarf HTEB
Energiemenge, die bei der Wärmeerzeugung bzw. Wärmeverteilung verloren geht.

Endenergiebedarf EEB
Jährliche Energiemenge, die dem Heizsystem und allen anderen energietechnischen Systemen zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf, den Warmwasserwärme bedarf, den Kühlbedarf sowie die erforderlichen Komfortanforderungen an Belüftung und Beleuchtung decken zu können, ermittelt an der Systemgrenze des betrachteten Gebäudes.

Heizenergiebedarf HEB
Jener Teil des jährlichen Endenergiebedarfs, der für die Heizungs- und Warmwasserversorgung aufzubringen ist. (Energiebedarf für Raumheizung und Warmwasser)

U-Wert:
Der U-Wert gibt für einen bestimmten Bauteil an, wie viel Wärmeenergie über einen Quadratmeter seiner Fläche pro Sekunde entweicht, wenn der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen 1Grad beträgt

Alle Werte gelten unter der Annahme eines normierten BenutzerInnenverhaltens. Sie geben den Jahresbedarf pro Quadratmeter beheizter Brutto-Grundfläche an.

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